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Freitag, 30. Juli 2010

Anforderungen von Arbeitgebern an PR-Einsteiger

Nach dem Studium haben viele Absolventen bereits erste Praktika in Agenturen gemacht. Aber was die konkreten Anforderungen an die Berufseinsteiger sind, ist meist noch ziemlich unklar.

Julia Laska aus Dortmund hat in ihrer Untersuchung Entwicklungslinien und Tendenzen zum PR-Berufseinstieg via Volontariat anhand von 200 Stellenangeboten analysiert, die zwischen Januar und Dezember 2008 in Online-Jobbörsen veröffentlicht wurden und Volontariate im PR-Bereich anbieten.

Claudia Baeumler fasst es wie folgt zusammen:
"In über 50 Prozent der analysierten Ausschreibungen war ein abgeschlossenes Studium Voraussetzung für die Bewerbung. Das Studienfach war in den meisten Fällen jedoch nicht vorgegeben. Wenn fachspezifische Vorkenntnisse gefragt waren, dann ging es um Studiengänge der Fachrichtungen Kommunikations- und Medienwissenschaften, BWL, Marketing und Wirtschaft. Gutes Englisch in Wort und Schrift ist ebenso die Basis für den Kontakt mit internationalen Kunden und Partnern. Für über 60 Prozent der angebotenen Traineeships wurden daher Sprachkenntnisse gefordert. Darüber hinaus wurden Erfahrungen im Verfassen von Texten (37,5 Prozent) sowie Ausdrucksvermögen (25 Prozent) gefordert. Praktische Erfahrungen im Bereich Journalismus (42,5 Prozent) und Public Relations (27,5 Prozent) sind von Vorteil. Soft Skills wie Kreativität, Belastbarkeit und Motivation sind ebenso gefragt.

Der Aufgabenschwerpunkt der Trainees lag bei den untersuchten Ausschreibungen vor allem bei der Medien- und Pressearbeit. In 66 Prozent der Annoncen wurden zum Beispiel das Verfassen von Texten oder die Recherche von Themen genannt. So gehören zum Beispiel Beratung und Strategie- und Konzeptentwicklung in 39 Prozent der Ausschreibungen zum Stellenprofil. In der Evaluation der Kommunikationsmaßnahmen werden dagegen nur 17,5 Prozent der angehenden Trainees ausgebildet.“

Sonntag, 25. Juli 2010

Einstiegsgehalt PR-Branche

„Bitte geben Sie Ihre Gehaltsvorstellungen an“ - Zahlreiche Foren diskutieren hitzig die Höhe des möglichen Einstiegsgehalts für Berufseinsteiger in der PR-Branche. Begibt man sich auf die Recherche von Durchschnittsgehältern, so merkt man als angehender Volontär, Redakteur, PR-Junior oder Trainee: Irgendwie verdienen alle anderen viel mehr als ich! So liest man z.B. auf diepresse.com , dass die Sozialwissenschaftler die Armen unter den Akademikern sind.

So wundert es auch nicht, dass es zahlreiche Absolventen gibt, die nach ihrem Studium ein Praktikum für schlappe 400 Euro im Monat absolvieren und entweder an den Wochenenden arbeiten oder beim Arbeitsamt um Unterstützung bitten. Für eine Trainee-Stelle in einer PR-Agentur sind 1200 Euro monatlich keine Seltenheit und eine Junior-Beraterstelle mit 1800 Euro stellt nichts Ungewöhnliches dar. Alles in allem sind die Einstiegsgehälter in der Medienbranche nicht mit denen anderer Fachbereiche zu vergleichen. Grobe Orientierungswerte gibt’s hier:

„In der Realität führt ein dornenreicher Weg zum Reichtum, denn die Einstiegsgehälter sind mager: Junior-PR-Berater verdienen etwa 1800 bis 2300 Euro monatlich, Praktikanten und Volontäre noch weniger. Nach Ausbildung und drei Jahren Berufserfahrung aber sind Jahresgehälter von über 35.000 Euro möglich. Und später ist die Verdienstskala nach oben weit offen.“
http://www.spiegel.de/unispiegel/jobundberuf/0,1518,182019,00.html">

Und auch im Newsletter von PR Professional vom 27. Mai 2010 war das Gehalt von PR-Schaffenden Thema: „Kulturliebhaber in der PR bezahlen ihre Leidenschaft mit barer Münze. Im Vergleich zu ihren Kollegen in der Autoindustrie verdienen sie nur die Hälfte. So kommen PR- Schaffende aus dem Kulturbereich auf ein durchschnittliches Jahresbruttogehalt von 32.500 Euro. In der Top- Branche – der Automobilwirtschaft – stehen dagegen im Durchschnitt mehr als 60.000 Euro auf dem Lohnzettel der Kommunikationsprofis. Über alle Branchen hinweg kommen PR-Mitarbeiter ohne Personalverantwortung im Schnitt auf ein Jahresbruttogehalt von 43.200 Euro. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Vergütungsübersicht der Gehaltsdatenbank PersonalMarkt. Neben der Branche entscheidet vor allem die Unternehmensgröße über die Höhe des eigenen Verdienstes. So kommen Kommunikationsfachkräfte in Firmen mit weniger als 100 Mitarbeitern auf ein Durchschnittseinkommen von rund 36.000 Euro pro Jahr. Im Vergleich dazu können sich PR- Mitarbeiter in Konzernen mit mehr als 1.000 Mitarbeitern über ein Gehalt von 54.600 Euro freuen.“

Einen weiteren Überblick über das Grundgehalt in PR-Agenturen unter PR Career Center

Günther Bentele und andere stellen in „Profession Pressesprecher 2009“ durchschnittliche Gehälter in Unternehmen dar: Das durchschnittliche Einstiegsgehalt eines PR-Profis beträgt nach Angaben der Befragten 37,231 Euro brutto im Jahr. Dabei liegt in der Privatwirtschaft das Einstiegseinkommen am höchsten, im öffentlichen Sektor am niedrigsten. Durchschnittliche Einstiegsgehälter richten sich nach der Zahl der Beschäftigten in der Organisation: So verdienen beispielsweise Einsteiger im Unternehmen bis 99 Beschäftigten im Durchschnitt 29,956 Euro, während z.B. Einsteiger in einem Unternehmen mit mehr als 2000 Beschäftigten deutlich mehr verdienen, nämlich 42.874 Euro. Insgesamt ist auch auffällig, dass Unternehmen grundsätzlich mehr zahlen als öffentliche Institutionen oder Verbände. So verdienen Einsteiger im Unternehmen durchschnittlich 38.723 Euro, bei öffentlichen Institutionen hingegen nur 33.969 Euro.